Feuerwehrleute trauen Ihren Augen nicht

Brand auf der Hauptfeuerwache in Köln-Weidenpesch, Feuerwehr überdurchschnittlich schnell am Einsatzort
 
Ziemlich verdutzt muss wohl ein Kollege der Feuerwehrleitstelle Köln geguckt haben, als er um 12:22 Uhr einen Notruf entgegen nimmt und am anderen Ende ein Kollege der Feuer- und Rettungswache 5 aus Köln-Weidenpesch einen Brand meldet.
Kurze Überzeugungsarbeit musste am Telefon geleistet werden, dass es sich nicht um eine Übung oder gar einen Scherz handelt.
Die Feuerwehrleitstelle alarmierte umgehend Einsatzkräfte der Feuerwachen Weidenpesch sowie Ehrenfeld an die eigene Adresse.
Als dichter Brandrauch über das Gelände der Hauptfeuerwache zog und eine Rauchsäule weithin sichtbar in den Himmel empor stieg, wussten alle Beteiligten das es tatsächlich bei der Feuerwehr brennt.
 
Auf der Hauptfeuerwache in Weidenpesch finden aktuell umfangreiche Neubau- sowie Sanierungsmaßnahmen statt.
Vom Brand betroffen war ausschließlich ein im Neubau befindlicher Gebäudekomplex, welcher nach Fertigstellung als Fahrzeughalle sowie Unterkunftsgebäude genutzt wird.
Der betreffende Neubau befindet sich noch in der Rohbauphase, aktuell wurde an der Fertigstellung des Daches gearbeitet.
 
Aufgrund der kurzen Anfahrt von unter 100 Metern erreichten die Kollegen der Feuer- und Rettungswache 5 ungewöhnlich schnell den Einsatzort.
Während der Vorbereitungen zur Brandbekämpfung wurde eine umfangreiche Erkundung durchgeführt. Hierbei stellte sich heraus, dass die Dachhaut auf rund 30 Quadratmetern und auf dem Dach gelagerte Teerpappe in Brand geraten ist. Mehrere 33 kg fassende Propangasflaschen waren ebenfalls in direktem Kontakt mit dem Feuer. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Dach. Aufgrund der raschen Brandausbreitung sowie der Gefahr eines Berstens der Gasflaschen wurde die Alarmstufe erhöht. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwachen Chorweiler, Ehrenfeld und Altstadt-Süd eilten zur Hauptfeuerwache.
 
Zwischenzeitlich wurde es aufgrund der enormen Rauchentwicklung notwendig, Fenster und Türen im Direktionsgebäude der Feuerwehr Köln zu schließen, da Brandrauch in das Gebäude zu dringen drohte.
Der Brand konnte durch den Einsatz einer Drehleiter und mehrerer Strahlrohre zunächst eingedämmt werden. Die Gasflaschen wurden gekühlt um einem Bersten entgegen zu wirken. Bereits gegen 12:45 wurde der Brand unter Kontrolle gemeldet.
Abschließend erfolgten Nachlöscharbeiten in kleinerem Umfang und eine Kontrolle der unter der Dachhaut befindlichen Dachisolierung. Um 12:55 Uhr war das Feuer endgültig gelöscht.
 
Die Feuerwehr Köln war mit insgesamt zwölf Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften an der Brandbekämpfung beteiligt.
 
Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Köln war aufgrund dieses Brandereignisses auf der Hauptfeuerwache zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Glücklicherweise war dies ein Heimspiel für die Feuerwehr, man mag sich nicht vorstellen wie fortentwickelt der Brand bei einer mehrminütigen Anfahrt gewesen wäre.
 
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Das Ausmaß des Sachschadens kann zur Zeit nicht beziffert werden.

Quelle und Bilder: BF Köln, gef. Heinisch, gez. Dr. Ruster

 

 

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