30.9.2026 – Am Nachmittag wurde die Feuerwehr Wiesbaden gegen 14.30 Uhr zum Brand eines großen Sperrmüllhaufens bei einem Entsorgungsbetrieb im Ferdinand-Knettenbrech-Weg in Wiesbaden-Biebrich alarmiert. Zwei Angehörige des Betriebes erlitten bei Löschmaßnahmen leichte Verletzungen durch eingeatmete Rauchgase und wurden vom Rettungsdienst vor Ort versorgt und in Wiesbadener Krankenhäuser transportiert. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungswarnung ausgelöst.
Mehrere Anrufer hatten den Brand über den Notruf gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine massive, weithin sichtbare Rauchentwicklung festzustellen. Angehörige des Betriebes hatten bereits mit betriebseigenen Mitteln Löschmaßnahmen eingeleitet und damit zur Eindämmung des Feuers beigetragen.
Die Feuerwehr intensivierte umgehend die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren sowie dem Wenderohr einer Drehleiter. Der Brand konnte so nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Anschließend wurde damit begonnen den Sperrmüllhaufen mit Baggern des Betriebes auseinanderzuziehen, um verbliebene Brandstellen gezielt abzulöschen. Diese Arbeiten dauern derzeit noch an und werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnung über das Warnsystem MoWaS ausgelöst. Die Rauchwolke breitet sich insbesondere in die Stadtteile Biebrich, Dotzheim und Klarenthal aus und sorgt dort für Brandgeruch und Rauchniederschlag. Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und Aufenthalte im Freien nach Möglichkeit zu vermeiden. Da auch während der Nachlöscharbeiten weiterhin Rauch entsteht, bleibt die Warnung bestehen. Messfahrzeuge der Feuerwehr sind im Einsatz, um die Ausbreitung der Rauchwolke und deren Gefährlichkeit zu überprüfen.
An der Einsatzstelle sind rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, der Freiwilligen Feuerwehren Biebrich und Erbenheim sowie des Rettungsdienstes im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte unterstützte mit zwei Messfahrzeugen, die Logistikgruppe der Freiwilligen Feuerwehr stellte die Verpflegung der Einsatzkräfte sicher. Zur Aufrechterhaltung des Grundschutzes besetzten die Freiwilligen Feuerwehren Sonnenberg und Kostheim die Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr nach.
Abschlussmeldung: Die Brandbekämpfung bei dem Entsorgungsbetrieb im Ferdinand-Knettenbrech-Weg konnte am heutigen Abend gegen 19:30 Uhr abgeschlossen werden. Die Rauchentwicklung hatte so weit nachgelassen, dass die Warnung der Bevölkerung bereits um 19:10 Uhr vollständig zurückgenommen werden konnte.
Bei den Nachlöscharbeiten wurde der Sperrmüllhaufen mit Baggern des Betriebes auseinandergezogen und abgelöscht. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren in die Maßnahmen vor Ort eingebunden und wurden von Angehörigen des Entsorgungsbetriebes unterstützt. Die weitere Brandwache wird durch die Entsorgungsfirma sichergestellt.
Die eingesetzten Messfahrzeuge stellten in der Umgebung der Brandstelle teilweise Brandgeruch und Rauchniederschlag fest, mit den Messgeräten der Feuerwehr konnten jedoch keine gefährlichen Gaskonzentrationen von typischerweise im Brandrauch vorhandenen Gasen nachgewiesen werden.
Die Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr waren während des Einsatzes durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr nachbesetzt worden.
Quelle: Feuerwehr der Landeshauptstadt Wiesbaden.