Gefahrstoffaustritt in Druckerei

Feuerwehr muss ausgelaufene Verdünnung aufnehmen

Am 20.2.2017, um 14:30 Uhr wurde die Feuerwehr Nürnberg zu einen Chemikalienaustritt in Gebersdorf alarmiert.
Aufgrund der Meldung wurden zunächst 2 Löschfahrzeuge und 2 Sonderfahrzeug zur Abwehr von chemischen Gefahren an die Einsatzstelle beordert.
Aus einer gebrochenen Schlauchleitung trat eine Verdünnung aus. Betriebsangehörige hatten bereits den Absperrschieber der Transportleitung geschlossen und mit Putzlappen die Ausbreitung in den Flur verhindert.
Die erste Erkundung vor Ort und die vom Betrieb bereitgestellten Gefahrstoffinformationen ergaben jedoch, dass der Stoff nicht ganz so brisant war, wie bei der Alarmmeldung vermutet.
Der Raum der Umfüllstation war auf einer Fläche von ca. 20 m² etwa 3 cm hoch mit Verdünnung gefüllt. Die Flüssigkeit war zwar brennbar aber nicht leichtentzündlich, sodass keine akute Brandgefahr bestand. Sicherheitshalber wurde die Atmosphäre in dem betroffenen Raum, mit einem Messgerät zur Messung zündfähigen Gas-/Luftgemische überwacht. Da der direkte Kontakt mit der Chemikalie, Hautreaktionen herbeiführen kann und das Einatmen der Dämpfe gesundheitsgefährdend ist, wurden die Einsatzkräfte mit Chemieschutzanzügen und Atemschutzgeräten ausgerüstet. Die Flüssigkeit wurde mit einer Handpumpe in Fässer gepumpt. Die Restmengen wurden mit Chemikalienbinder abgedeckt.
Gegen 18:00 Uhr war der Einsatz beendet.

Eine Gefahr für Personen und die Umwelt bestand zu keiner Zeit. Für die Reinigung des Raumes und die Reparatur der Umfüllanlage wurde vom betroffenen Betrieb eine Fachfirma beauftragt, die auf den Umgang mit Chemikalien spezialisiert ist.

Von der Feuerwehr wurden 2 Löschfahrzeuge, ein Gerätewagen Gefahrgut und ein Einsatzleitfahrzeug, sowie16 Feuerwehrmänner eingesetzt.

i.A. gez. Günther Schultes

Stadt Nürnberg – Feuerwehr
Feuerwache 4 – Pressestelle

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