Havarie eines Frachtschiffes auf dem Rhein Höhe Köln-Westhoven

Aufgrund eines Lecks im Bugbereich eines Frachtschiffes waren die Löschboote der Feuerwehren Bonn und Köln gemeinsam im Einsatz.

In der Leitstelle Köln ging am Samstag, den 24.01.2026 um 14:46 Uhr der Notruf des Kapitäns eines 85 m langen Frachtschiffes ein, dass im Bugbereich des Schiffes Wasser eindringt. Der Frachter hatte ca. 1300 t Sand geladen. Um die Fahrrinne des Rheins nicht zu blockieren, setzte der Kapitän das Schiff auf eine linksrheinische Sandbank.

Bei Eintreffen des Rettungs- und des Löschbootes der Kölner Feuerwehr hatte das Schiff bereits einen erheblich größeren Tiefgang am Bug. Das Löschboot Bonn wurde unmittelbar nach der ersten Erkundung zur Unterstützung angefordert.

Im Schiff standen die Bugkajüte und die angrenzenden Räume ca. 2,5 m unter Wasser. Durch den Einsatz der Pumpen des Bonner und des Kölner Löschbootes konnte der Wasserstand stabilisiert und leicht gesenkt werden. In der Spitze wurden von beiden Booten über 10.000 Liter Wasser je Minute aus dem Schiff gepumpt.

Im weiteren Verlauf wurden durch ein Baggerschiff 500 t Sand aus dem vorderen Teil des Schiffes entladen, so dass der Bug weiter aufschwimmen konnte. Durch weiteres Abpumpen konnte der Wasserstand im Schiff jetzt deutlich gesenkt werden.

Aufgrund des erkennbaren großen Lecks konnte das Schiff nicht ohne große Risiken in einen Hafen oder eine Werft abgeschleppt werden. Daher wurde der Frachter, der jetzt einen erheblich geringeren Tiefgang hatte, in Richtung des linksrheinischen Ufers in ganzer Länge im Flachwasser auf Grund gesetzt. Die Bergung des Frachters soll in den nächsten Tagen durch Spezialfirmen erfolgen.

Die Löschboote der Feuerwehren Bonn und Köln wurden durch zwei Boote der DLRG unterstützt. Diese übernahmen den Transport von Personal, Verpflegung und Material zur Einsatzstelle.

Die Feuerwehr Köln war mit 23 Einsatzkräften, die Feuerwehr Bonn mit 5 Einsatzkräften und die DLRG 21 Einsatzkräften im Einsatz.

Einsatzende: 23:50 Uhr

Quelle: Feuerwehr Köln, Pressestelle