2.2.2026 – Am frühen Dienstagmorgen wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gegen 06:20 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in die Landwehrstraße im Stadtteil Delkenheim alarmiert. Dank des schnellen Eingreifens konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden, dennoch forderte der Brand mehrere Verletzte.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass der Akku eines E-Scooters in einer Wohnung in Brand geraten war. Dem Besitzer war es zwar gelungen, das Feuer oberflächlich abzulöschen, allerdings kam es zu einer massiven Freisetzung von hochgiftigem Brandrauch in den Räumlichkeiten.
Insgesamt vier Bewohner der betroffenen Wohnung hatten die gefährlichen Rauchgase eingeatmet. Sie wurden umgehend vom Rettungsdienst gesichtet und medizinisch erstversorgt. Bei allen vier Personen wurde die Notwendigkeit einer klinischen Weiterbehandlung festgestellt. Drei der Patienten wurden zur weiteren stationären Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert; eine Person verweigerte nach der Erstversorgung den Transport.
Durch die Feuerwehr wurde die Brandstelle kontrolliert und die Wohnung entraucht. Außerdem wurde für eine dauerhafte Kühlung des beschädigten Akkus gesorgt um eine Wiederentzündung zu verhindern. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Delkenheim und Nordenstadt sowie Kräfte aller drei Wachen der Berufsfeuerwehr.
Die Feuerwehr nimmt diesen Vorfall zum Anlass eindringlich auf die Gefahren von Akkus von E-Scootern und E-Bikes in Wohnräumen hinzuweisen:
E-Scooter und E-Bikes sollten nach Möglichkeit nicht in Wohnräumen gelagert oder geladen werden. Ein technischer Defekt am Akku kann jederzeit zu einer thermischen Reaktion führen. Akkubrände entwickeln extrem hohe Verbrennungstemperaturen, die eine Brandbekämpfung für Laien nahezu unmöglich machen. Neben der Hitze entstehen bei Akkubränden giftige Gase und Dämpfe, die bereits bei wenigen Atemzügen zu schweren Gesundheitsschäden führen können. Die starke Rauchentwicklung vernebelt innerhalb kürzester Zeit die Fluchtwege, was die Selbstrettung aus dem Gebäude massiv erschweren kann.
Quelle: Feuerwehr Wiesbaden