Forschungsnetzwerk erweitert Angebot für Anwender und Anwenderinnen der Gefahrenabwehr
25.3.2026 – Das Forschungsnetzwerk deutscher Anwender:innen startet in eine neue Phase: Aus ForAn wird ForAn+. Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts NetWAP wird das Netzwerk nicht nur weiterentwickelt, sondern gezielt um neue Angebote ergänzt. Neben bewährten Formaten wie der Projektpartnervermittlung und EU-Antragswerkstätten stehen künftig insbesondere der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie neue Schulungsformate im Fokus.
ForAn+ wird von vier starken Partnern getragen: der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) sowie dem Deutsch-Europäischen Forum für Urbane Sicherheit e.V. (DEFUS). Gemeinsam bündeln sie ihre Expertise aus Forschung, Praxis und Netzwerkarbeit, um die zivile Sicherheitsforschung in Deutschland nachhaltig zu stärken.
Ziel von ForAn+ ist es, Anwender:innen – darunter Kommunen, Organisationen der Gefahrenabwehr, zivilgesellschaftliche Akteure und KRITIS-Betreiber – aktiv in Forschungs- und Entwicklungsprojekte einzubinden. Damit soll evidenzbasierte Sicherheitsarbeit gefördert und gleichzeitig der Praxistransfer wissenschaftlicher Erkenntnisse verbessert werden. Das Netzwerk versteht sich dabei konsequent als Plattform „von Anwender:innen für Anwender:innen“.
In den vergangenen vier Jahren wurde ForAn durch das THW aufgebaut und umfasst heute bereits rund 50 Organisationen sowie mehr als 100 Einzelkontakte. Mit ForAn+ wird diese Basis nun ausgebaut: Die Reichweite des Netzwerks soll erhöht, der Zugang zur Sicherheitsforschung erleichtert und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis weiter intensiviert werden.
Die beteiligten Partner bringen jeweils spezifische Zugänge und Perspektiven ein: Während die DHPol die polizeiliche Gefahrenabwehr abdeckt, adressiert die vfdb insbesondere die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr. DEFUS vernetzt Städte und Kommunen, während das THW seine langjährige Erfahrung als operative Einsatzorganisation und Forschungspartner einbringt.
Anwender:innen können kostenfrei Teil des Netzwerks werden und von den Angeboten profitieren. Dazu zählen unter anderem Antragswerkstätten, Schulungen zum Praxistransfer sowie die gezielte Vermittlung in nationale und europäische Forschungsprojekte. Gleichzeitig erhalten Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Möglichkeit, über ForAn+ geeignete Praxispartner für ihre Projekte zu gewinnen.
ForAn+ wird finanziert durch das Projekt „Netzwerk für Wissenstransfer, Anwenderdialog und Projektentwicklung“ (NetWAP) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2024–2029“ der Bundesregierung. Weitere Informationen zum Sicherheitsforschungsprogramm des BMFTR sind unter www.sifo.de zu finden.
Quelle: vfdb