29.4.2026 – Mit einer Anpassung der Zeitschiene für ihre Bauprojekte und Interimslösungen reagiert die Feuerwehr München auf die angespannte Haushaltslage der Landeshauptstadt. Der Stadtrat hat heute den Neubau einer Übergangs-Übungshalle für die Feuerwehr- und Rettungsdienstschule (FRSM), der Neubau eines Brandsimulationshauses, die Installation einer neuen Schlauchwerkstatt und dringend notwendige Sanierungsarbeiten für die Feuerwache 9 beschlossen. Die 1967 erbaute Übungshalle der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule in der Aidenbachstraße weist Abnutzungserscheinungen auf, die eine Weiterverwendung nach 2027 ausschließen. Ebenfalls sanierungsbedürftig ist die dort untergebrachte Schlauchwerkstatt sowie die Brandsimulationsanlage. Für die Feuerwache 9 – Neuperlach müssen dringende Sanierungsmaßnahmen zeitnah umgesetzt werden.
Kluge Entscheidungen waren gefragt, um die notwendigen Baumaßnahmen trotz angespannter Haushaltslage umsetzen zu können. Die Änderung von Raumnutzungsprogrammen und Interimsverwendungen waren der Schlüssel, um möglichst kostensparend und nachhaltig den Lehrgangs- und Einsatzbetrieb aufrechtzuerhalten. So soll nach den aktuellen Planungen die Sanierung der Feuerwache 9 auf einsatzrelevante Bereiche beschränkt und die Schlauchwerkstatt in dort freien Räumlichkeiten untergebracht werden. Am Standort der FRSM in der Aidenbachstraße soll ein neues Brandsimulationshaus mit angegliederter Atemschutzwerkstatt entstehen. Auf dem Gelände des geplanten Ersatzneubaus der Feuerwache 6 – Aubing soll in einem ersten Bauabschnitt bereits die spätere Lagerhalle des Einsatzmittellagers entstehen. Diese soll bis zum Neubau einer Übungshalle als Interims-Übungsort der FRSM verwendet werden.
Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller: „Wir setzen mit diesem Beschluss ein klares Zeichen: Sicherheit und Verlässlichkeit bleiben auch in Zeiten angespannter Haushaltslagen unsere Priorität. Eine gut aufgestellte Feuerwehr ist der Garant für die Sicherheit der Münchner Bürger*innen. Gleichzeitig handeln wir umsichtig, indem wir Maßnahmen gezielt anpassen und effizient umsetzen.“
Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion München: „Als Teil der Stadt tragen wir Verantwortung für einen wirtschaftlichen Umgang mit Ressourcen. Die vorgeschlagenen Baumaßnahmen sind ausgewogene Kompromisslösungen, die den Einsatzbetrieb sicherstellen und unsere qualitativ hochwertige Ausbildung beibehalten.“
(rec)
Quelle: Feuerwehr München, Pressestelle