175 Jahre Berliner Feuerwehr

Festakt im Roten Rathaus würdigt Geschichte und Zukunft der ältesten Berufsfeuerwehr Deutschlands

Anlässlich des 175‑jährigen Jubiläums der Berliner Feuerwehr fand am 20.06.2026 im Roten Rathaus in Berlin ein feierlicher Festakt statt, zu dem rund 300 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Angehörige der Berliner Feuerwehr zusammenkamen. Die Veranstaltung würdigte die herausragende Bedeutung der ältesten Berufsfeuerwehr Deutschlands und bot zugleich einen Blick auf ihre Entwicklung und zukünftigen Herausforderungen.

Bereits beim Einlass bot sich den Gästen ein eindrucksvoller Einblick in die Entwicklung der Berliner Feuerwehr: Ausgestellt waren unter anderem historische und moderne Exponate, darunter Uniformen und Ausrüstungsgegenstände aus verschiedenen Epochen sowie ein elektrisch betriebenes Lösch‑ und Hilfeleistungsfahrzeug (E‑LHF). Die Präsentation machte anschaulich deutlich, wie sich Technik, Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten der Berliner Feuerwehr im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt haben.

Durch das Programm führte der bekannte Berliner Moderator und Reporter Ulli Zelle, der mit seiner charismatischen Art für einen lebendigen Rahmen sorgte. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Polizei‑Combo der Polizei Berlin.

Innensenatorin Iris Spranger hob in ihrer Rede die Bedeutung der Berliner Feuerwehr für die Sicherheit der Stadt hervor:

„Seit 175 Jahren ist die Berliner Feuerwehr immer da, wenn die Berlinerinnen und Berliner sie brauchen. Sie ist unsere Krisenmanagerin, und sie rettet täglich Leben. Als erste und größte Berufsfeuerwehr Deutschlands entwickelt sie immer wieder neue Konzepte, die von Feuerwehren im In- und Ausland aufgegriffen werden. Damit sie diese herausragende Stellung behält, werden wir weiter in die Berliner Feuerwehr investieren. Heute gilt mein Dank den 9.000 hauptberuflichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die unermüdlich für den Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihrer Stadt einstehen. Ihnen allen einen herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!“

Auch der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl‑Heinz Banse, richtete Grußworte an die Anwesenden und würdigte dabei das Engagement aller Mitarbeitenden der Berliner Feuerwehr: 

„Vielen Dank an alle Kräfte, die jeden Tag vor ganz besondere Herausforderungen in dieser ganz besonderen Stadt gestellt werden. Mein größter Respekt gilt allen Einsatzkräften – hauptamtlich wie ehrenamtlich! Sie alle stehen jedes Jahr vor Einsatzlagen, die in diesen Dimensionen keine andere Feuerwehr in Deutschland bewältigen muss.“

Landesbranddirektor Prof. Dr. Karsten Homrighausen betonte in seinem Beitrag die Bedeutung von Tradition, Verantwortung und Mut für die Zukunft der Berliner Feuerwehr und erklärte dazu:

„Wir als Berliner Feuerwehr haben für uns nicht nur gelernt, dass es sich lohnt, neue und innovative Wege zu gehen, Dinge auszuprobieren, mutig zu sein; wir haben auch gelernt, dass es in manchen Momenten …
… die mit ihrer Arbeit den Einsatzdienst ermöglichen. Sie alle tragen tagtäglich dazu bei, dass die Berliner Feuerwehr das ist, was sie ist, und dass wir zurecht stolz sein können auf unsere Feuerwehr.“

Im Rahmen des Festakts verlieh Karl‑Heinz Banse dem Landesbranddirektor Prof. Dr. Karsten Homrighausen als Zeichen besonderer Anerkennung das Deutsche Feuerwehr‑Ehrenkreuz in Gold.

Den feierlichen Schlusspunkt des Festakts bildeten Videobotschaften und virtuelle Geburtstagsgrüße aus den Partnerstädten Berlins, die die internationale Verbundenheit der Feuerwehr eindrucksvoll hervorhoben. Ein musikalischer Ausklang führte anschließend in den Stehempfang im Wappensaal, wo die Gäste Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung hatten.

Begleitend zum Jubiläum widmet sich auch die RBB‑Dokumentation „Notruf 112 – Immer im Einsatz“ der Arbeit der Berliner Feuerwehr. Sie zeigt einen Alltag zwischen Wache und Rettungseinsatz und wie sich Deutschlands älteste Berufsfeuerwehr zwischen Tradition, Herausforderungen und Wandel behauptet. Die Erstausstrahlung erfolgt am 24. Juni 2026.

Quelle: Pressestelle, Berliner Feuerwehr