28.6.2026 – Der heutige Sonntag war bereits der elfte Tag einer anhaltenden Hitzeperiode. Die hohen Temperaturen führten zu einem deutlich erhöhten Einsatzaufkommen für den Rettungsdienst der Landeshauptstadt Wiesbaden.
In den ersten zwölf Stunden der Dienstschicht seit 07:00 Uhr wurden im Rettungsdienst bereits rund 150 Einsätze disponiert. Nur durch die enge Zusammenarbeit mit benachbarten Städten und Landkreisen konnte das hohe Einsatzaufkommen bewältigt werden. Gleichzeitig unterstützten auch Rettungsmittel (Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Notfall-Krankenwagen) aus Wiesbaden benachbarte Gebietskörperschaften bei der Abarbeitung ihrer Einsätze.
Insgesamt wurden vierzehn gemeinsame Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst durchgeführt. Darunter befanden sich vier Reanimationen, die den Einsatzkräften ein hohes Maß an Professionalität und körperlicher Belastbarkeit abverlangten.
Darüber hinaus arbeitete die Feuerwehr sieben klassische Feuerwehreinsätze ab. Hierzu zählten zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen, vier Brandeinsätze sowie eine technische Hilfeleistung auf der Rettbergsaue.
Hinzu kamen weitere Hilfeleistungen, unter anderem Türöffnungen, Einsätze bei feststeckenden Aufzügen sowie Unterstützungen des Rettungsdienstes.
Besonders hervorzuheben ist ein verhinderter Küchenbrand, bei dem ein Holzbrett auf einem eingeschalteten Herd Feuer fing, nachdem die Bewohner die Wohnung verlassen hatten. Ein installierter Rauchwarnmelder erkannte die Rauchentwicklung frühzeitig und Nachbarn alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Der Brand konnte dadurch schnell gelöscht und ein größerer Brand verhindert werden. Der Einsatz unterstreicht erneut die lebensrettende Bedeutung von Rauchwarnmeldern.
Auf der Rettbergsaue verletzte sich zudem eine Person bei einem Sturz am Sprunggelenk. Aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit wurde die verletzte Person gemeinsam mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mittels Mehrzweckboot an das Festland transportiert. Von dort erfolgte der Weitertransport durch den Rettungsdienst in eine Klinik zur weiteren medizinischen Versorgung.
Die Feuerwehr Wiesbaden appelliert angesichts der anhaltenden Hitze an die Bevölkerung, ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen in die kühleren Tagesstunden zu verlegen und insbesondere auf ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich vorbelastete Personen zu achten.
Quelle: Feuerwehr der Landeshauptstadt Wiesbaden