Notfallrettung der Bremerhavener Berufsfeuerwehr wird ausgebaut

Mitarbeiter der IRLS, Rene Dreimann; Vertreter Krankenkassenverbände, Sven Suhr; Krankentransport Lorenz und König, Andreas König; Vertreter Krankenkassenverbände, Torsten Barenborg; Leiter der Feuerwehr Bremerhaven, Jens Cordes; Dezernent der Feuerwehr Bremerhaven, Stadtrat Jörn Hoffmann; Promedica, Thomas Mildner; Krankentransport Bremerhaven, Katja Billert; DocDrive, Christian Albers; Krankentransport Bremerhaven, Ralf Brödner; Mediteam Bremerhaven, Michael Brümmer; Promedica, Stefan Foth (v.l.n.r) Es fehlen: Krankentransport Lorenz und König, Michael Lorenz; Promedica, David Barg (v.l.n.r.)

Krankentransporte werden zukünftig durch private Bremerhavener Krankentransportunternehmen abgedeckt

2015 führte die Berufsfeuerwehr Bremerhaven 1.160 zusätzliche Einsätze in der Notfallrettung gegenüber 2014 durch. Auf diese Einsatzentwicklung reagiert die Feuerwehr Bremerhaven nun als alleiniger Dienstleister in der Notfallrettung mit der Anpassung ihrer Bedarfsplanung in Absprache mit den Krankenkassen.

Die Anfang des Jahres durchgeführte gutachterliche Bedarfsplanung für die Notfallrettung ergab die Notwendigkeit, weitere Rettungswagen nachts und am Wochenende in Dienst zu nehmen und auch das zweite Notarzteinsatzfahrzeug nachts zu besetzen. Die Notfallrettung umfasst hierbei zeitkritische Einsätze, die mit Sondersignalen (Blaulicht und Martinshorn) durchgeführt werden. Lebensbedrohliche Krankheitsumstände oder schwere Verletzungen nach Unfällen sind klassische Einsätze für die Notfallrettung, bei denen hochqualifizierte Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten der Feuerwehr mit modernstem Gerät zum Einsatz kommen, um den Patienten schnellstmöglich zu helfen.

Die Notfallrettung in der Stadt Bremerhaven wird die Feuerwehr auch zukünftig eigenständig durchführen.

Bisher führte die Bremerhavener Berufsfeuerwehr neben der Notfallrettung auch Einsätze im Krankentransport durch. Krankentransporte sind nicht zeitkritische Ein-sätze, bei denen die Patienten aufgrund einer ärztlichen Verordnung eine Transportleistung im Krankentransport erhalten.

Bereits in der Vergangenheit führten private Bremerhavener Krankentransportunternehmen den größten Anteil dieser Krankentransportfahrten mit hoher Qualität durch. Ab dem 01.08.2016 werden diese Unternehmen nun auch die bisher bei der Feuerwehr verbliebenen Krankentransporte mit übernehmen.

Die Genehmigungsbehörde für den Krankentransport ist das Bürger- und Ordnungsamt. Dieses Amt, die Vertreter der Krankenkassen, die privaten Krankentransportunternehmen und die Feuerwehr Bremerhaven haben den zukünftigen gemeinsamen Weg zur Sicherstellung des Krankentransportes für die Stadt Bremerhaven verabredet.

In einem ersten Schritt werden zum 01.08.2016 die bisher von der Feuerwehr durchgeführten Krankentransporte an die fünf privaten Krankentransportunternehmen Mediteam Bremerhaven, Promedica, DocDrive, Krankentransport Lorenz und König und Krankentransport Bremerhaven in Bremerhaven weitergeleitet.

Im zweiten Schritt werden ab dem 01.01.2017 alle Krankentransporte – einschließlich der bisher selbständig von den privaten Krankentransportunternehmen disponierten Einsätze – über die Integrierte Regionalleistelle (IRLS) bei der Feuerwehr koordiniert.

Der Anrufer hat dann den zusätzlichen Vorteil, dass sein Auftrag an einer Stelle bearbeitet wird. Die bisherigen Rufnummern der Krankentransportunternehmen werden zu dem Telefonanschluss 19222 (IRLS) umgeleitet. Durch die zentrale Koordination aller Krankentransportfahrzeuge werden zudem die Wartezeiten für den Patienten minimiert.

Für den Bürger besteht kein Handlungsbedarf. Wenn ein Krankentransport in der Integrierten Regionalleitstelle über die Rufnummer 19222 bestellt wird, übernimmt die Durchführung ein privates Krankentransportunternehmen.

„Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bremerhaven erhalten den Vorteil, jederzeit einen Krankentransport über die zentrale Rufnummer 19222 in Anspruch nehmen zu können“, so der Dezernent der Feuerwehr, Stadtrat Jörn Hoffmann.

Hoffmann hebt hervor: „Der Krankentransport ist klar abzugrenzen von der Notfallrettung – die Notfallrettung mit Rettungswagen, Blaulicht und ggfs. Notarzt wird auch zukünftig ausschließlich über die Feuerwehr sichergestellt.

Auch die Sicherstellung des Krankentransportes ist Teil der Daseinsvorsorge. Die Stadt Bremerhaven wird daher auch weiterhin gewährleisten, dass auch zukünftig die gewohnte Qualität und Zuverlässigkeit im Krankentransport erhalten bleibt. Bereits bisher wurde ein großer Anteil der Krankentransporte durch private Firmen durchgeführt, so dass wir auf bewährte Strukturen zurückgreifen können. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die sehr konstruktive und offene Zusammenarbeit im Sinne der Qualität für die Bürgerinnen und Bürger“.

Einsatzzahlenentwicklung:

2015 verzeichnete die Berufsfeuerwehr wieder erhebliche Steigerungen in der Notfallrettung. Sie rückte zu 16.953 Einsätzen aus, dies entspricht einer Zunahme von 1.160 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr. Bei 4.827 dieser Einsätze wurde zusätzlich zum Rettungswagen auch das Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert.

Im Bereich des Krankentransportes wurden in Bremerhaven über 21.000 Einsätze durch die privaten Krankentransportfirmen und die Feuerwehr durchgeführt. Die Feuerwehr übernahm dabei 3.867 Einsätze, die zukünftig an die privaten Krankentransportunternehmen abgegeben werden.

Quelle:

Sicherheits- und Medizintechnik, Arbeitsschutzder Stadt Bremerhaven, Marco Sieling

Bild: Heiko Sandelmann

 

Bildunterschrift:

Mitarbeiter der IRLS, Rene Dreimann; Vertreter Krankenkassenverbände, Sven Suhr; Krankentransport Lorenz und König, Andreas König; Vertreter Krankenkassenverbände, Torsten Barenborg; Leiter der Feuerwehr Bremerhaven, Jens Cordes; Dezernent der Feuerwehr Bremerhaven, Stadtrat Jörn Hoffmann; Promedica, Thomas Mildner; Krankentransport Bremerhaven, Katja Billert; DocDrive, Christian Albers; Krankentransport Bremerhaven, Ralf Brödner; Mediteam Bremerhaven, Michael Brümmer; Promedica, Stefan Foth (v.l.n.r) Es fehlen: Krankentransport Lorenz und König, Michael Lorenz; Promedica, David Barg (v.l.n.r.)

 

 

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